Dürnitz früher

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Dürnitz

Später Bankettsaal genannt – im Volksmund auch unter Rittersaal bekannt


Die Dürnitz, später auch Bankettsaal genannt und im Volksmund als Rittersaal bekannt, ist ein gewölbter Raum aus dem 15. Jahrhundert. Das erhaltene Kreuztonnengewölbe wird von einer sechseckigen gotischen Mittelsäule getragen, die durch das darunterliegende Kellergeschoss bis zum Felsen im Boden reicht. Die Dürnitz war der heizbare Speise- und Aufenthaltsraum der Dienstmannen und Wachleute. Bei Bedarf diente sie auch als Ort für Versammlungen, Beratungen und Verhandlungen. Durch eine Spitzbogentür gelangte man in einen kleinen Vorraum, von dem aus eine Tür mit Kragsturz in den gewölbten Hauptraum führte. Beheizt wurde der Raum durch einen offenen Kamin, der sich im Vorraum befand, wie eine kleine Mauerstelle noch erkennen lässt. Dieser war ursprünglich größer, wurde aber durch eine spätere Vermauerung verkleinert.

Unter der Dürnitz liegen zwei Kellerräume mit Tonnengewölbe, die einst als Vorratslager dienten und vom Hof aus über eine Treppe noch heute zugänglich sind. Der Raum diente zudem mehrfach als Kulisse für Spielfilme, unter anderem im Jahr 2015 für den Film „König Laurin“.

Dürnitz heute