Mitteltrakt früher

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Mitteltrakt

Haustrakt, spätmittelalterlicher Bau


Der zweigeschossige Mitteltrakt, ein spätmittelalterlicher Haustrakt, wurde an die Ringmauer angebaut. Im 15. Jahrhundert entstand hier ein Neubau, dessen Westwand des Obergeschosses auf der alten Ringmauer errichtet wurde. Im Erdgeschoss des größeren, nach Westen gerichteten Raumes ist eine große Vermauerung sichtbar, an der ursprünglich ein Erker angebaut war. In diesem Trakt befanden sich einst die Küche und darüberliegende Wohnräume.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Vorburg 1621 von schwedischen Truppen geplündert und die meisten Gebäude zerstört, während die Bauten der Hauptburg verschont blieben. Das Mittelgebäude diente in dieser Zeit vorübergehend als Unterkunft für die Landrichter und Pfleger von Leuchtenberg sowie als Wohnbereich für den Gerichtsschreiber. Am 27. Januar 1636 bat dieser in einem Schreiben an den Kanzler und die Räte in Pfreimd darum, das durch Soldaten verwüstete Gerichtsschreiberwohnhaus im äußeren Burghof im Frühjahr wieder instand zu setzen, da die ihm im Schloss zugewiesenen Räume kaum zu heizen waren und das Gebäude als unsicher galt.

In späterer Zeit befanden sich im Mitteltrakt eine Reitschule sowie ein Getreidekasten. Bis 1842 blieb der Bau erhalten, wurde jedoch am 5. Juli desselben Jahres – wie die meisten anderen Teile der Burg – durch einen Großbrand zerstört.

Mitteltrakt heute
So sieht der Mitteltrakt heute aus.