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Wasserstube
Vermutlich erst im 15. Jhdt. angelegt
Die Wasserstube wurde vermutlich erst im 15. Jahrhundert angelegt und diente – ebenso wie der damalige Burgbrunnen im Innenhof der Anlage – der Wasserversorgung der Burgbewohner. Es handelt sich um eine gemauerte Kammer mit einer Tiefe von etwa acht Metern und einem je nach Witterung schwankenden Wasserstand von zwei bis drei Metern. Gespeist wird die Stube vom sogenannten Schwitzwasser und aus dem Fels; der Überlieferung nach soll diese Wasserquelle niemals versiegen.
Etwa Anfang des 18. Jahrhunderts wurde der Wasserstube das sogenannte Wasch- und Backhaus vorgebaut, das den Bewohnern des Ortes Leuchtenberg diente. Wie der Name schon verrät, wurde dieser Gemeinschaftsbau zum Waschen und Backen genutzt. Die unmittelbare Nähe zur Wasserstube war dabei von Vorteil, da für beide Tätigkeiten Wasser benötigt wurde und im Ort selbst zur damaligen Zeit eine unzureichende Wasserversorgung bestand. Um das Jahr 1889 wurde das Gebäude dem Verfall überlassen und ist nach und nach verschwunden.