Zwinger früher

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Zwinger

In der 1. Hälfte des 15. Jhdt. angelegt


Der Zwinger wurde in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, um 1440, als zusätzlicher Schutzwall an die Burganlage angebaut. Er zieht sich ringförmig um die innere Burg und bildet eine Schutzeinrichtung mit vier Schalentürmen und Schießscharten. Dieser Bereich diente als Schutzpuffer, der es den Verteidigern ermöglichte, Angreifer zu bekämpfen, bevor diese die inneren Mauern der Kernburg erreichen konnten.

Ursprünglich verlief auf der ehemals höheren Zwingermauer ein gedeckter Wehrgang, wie der noch erkennbare Mauerabsatz zeigt. Der Gang umschloss die gesamte Innenburg mit Palas und Dreiecksraum und reichte bis zu dem heute alleinstehenden Schalenturm. Von dort führte eine Steintreppe weiter zum letzten Abschnitt des Wehrgangs und zum gewöhnlichen Zugang in die Burg, dem Bereich des heutigen Kräutergartens. Dieser Eingang wurde häufig von der Dienerschaft der Burgherren genutzt, da das Haupttor meist geschlossen blieb.

1802 stürzte ein Teil der Zwingermauer ein, was auf einer Aufnahme von 1897 zu erkennen ist. 1902 begann die Wiederherstellung dieser Außenmauer. Das Gelände ist heute etwa 1,5 Meter höher als ursprünglich, da nach dem Großbrand von 1842 erhebliche Mengen Brandschutt in diesem Bereich zurückblieben.

Zwinger heute
Außenmauern des früheren Zwingers